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Vom Welpen zum Blindenführhund
Vom Züchter zum Junghundtrainer
Da wir neben Labrador Retriver auch viele andere verschiedene Rassen und Mischlinge ausbilden, haben wir keine eigene Zucht. In Zusammenarbeit mit ausgewählten
Züchtern machen wir im Alter von 7 Wochen einen Welpentest und suchen uns ein bis zwei geeignete Hündchen aus.
Diese werden dann so schnell wie möglich mit ihren zukünftigen Pflegeeltern den Junghundtrainern vetraut gemacht.
Sind die Welpen 10 - 12 Wochen alt, dürfen sie mit dem Junghundtrainer nach Hause.
Nun beginnt eine intensive Zeit. Der Welpe wird stubenrein, er lernt seine neue Umgebung kennen. Er ist anfangs unsicher, wird jedoch immer mutiger...
Und schneller als man denkt, ist aus dem kleinen, niedlichen Welpen ein spritziger, neugieriger Teenager geworden.
Ist die Pubertät und so mit das berühmte Flegelalter überstanden, bleibt für die Junghundtrainer leider nicht mehr viel Zeit mit Ihrem Liebling.
Mit ungefähr 1 1/2 Jahren, je nach Reifegrad des Junghundes, wird die Übergabe an unsere Ausbilder vorbereitet.
Vom Junghundtrainer zum Ausbilder
Erst beim Ausbilder lernt der angehende Fürhhund das Führgeschirr kennen. Bevor dies aber in Aktion tritt, versucht der Ausbilder während einiger Wochen
eine gute Bindung zu seinem neuen Schützling auf zu bauen. Erst wenn diese wichtige Voraussetzung geschaffen ist, wird der Hund mit dem Trainings-Geschirr vertraut
gemacht.
Während der ganzen Ausbildung leben die Hunde bei ihren Ausbildern zu Hause und sind in deren Familien integriert. So können wir gewährleisten,
dass wir später dem Blinden/Sehbehinderten einen Vierbeiner abgeben, welcher sich im Haus zu benehmen weiss und können Tips geben, wie er sich zum Beispiel bei
"Versäuberungs-Not" bemerkbar macht.
Die Ausbildung im Führgeschirr dauert ungefähr 6-9 Monate. Die Ausbildungszeit ist abhängig vom Lerntempo des Hundes. Während dieser Zeit werden die
unterschiedlichsten Situationen geübt: Treppen anzeigen, Umführen von Hindernissen, zeigen von freien Sitzgelegenheiten usw...
Während der Ausbildung wird der Stand des Hundes regelmässig unter der Dunkelbrille überprüft. Ist der Trainer sicher,
dass sein Hund reif ist, wird dieser für die Prüfung Ende Ausbildung angemeldet, welche von einem IV-Experten abgenommen wird.
Erst wenn diese Prüfung bestanden ist, wird der ausgebildete Blindenführhund einer geeigneten blinden/sehbehinderten Person übergeben.
Vom Ausbilder zum Blinden oder Sehbehinderten
Nun beginnt die Einführung. In dieser Zeit ist eine intensive Zusammenarbeit zwischen Ausbilder, blinder/sehbinderten Person und dem Hund gefragt.
Die Einführungszeit dauert mindestens 6 Monate und endet mit einer Prüfung des Führgespanns durch die IV.
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