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Opal, mein sechster Blindenhundelehrling: ein Clown und Witzbold, der für jeden Spass zu haben ist. Mit Feuereifer ist er bei unseren Vorführungen und Ferienpässen dabei,
er lockert unsere Vorträge auf, indem er sein „neues“ Gebiss zeigt, er dreht und wendet sich ganz stolz, die Zuschauer belohnen ihn mit lautem Gelächter.
Er ist aber auch ein sehr einfühlsamer, zärtlicher Hund. Als mich im Herbst ein quälender Reizhusten plagte, konnte ich nachts nicht schlafen. Kaum legte ich mich ins Bett bekam
ich den schrecklichen Husten. Sobald ich zu Husten anfing, kam Opal sofort an mein Bett und legten seinen Kopf auf die Bettkante. Sein Körbchen steht etwa 3m von meinem Bett entfernt.
Sicherlich wollte er mich trösten und sagen, dass ich nicht alleine bin, dass er bei mir ist. Ich weiss nicht, wie oft mich der Husten befallen hat, sicher mehr als 20x pro Nacht.
Opal war nie zu müde, sobald er nur das leiseste Geräusch von mir hörte, stand er an meinem Bett.
Das machte er nicht nur in der ersten Nacht, nein auch in den darauf folgenden Nächten kam er sofort an mein Bett. Ich zündete einmal das Licht an und sah, dass Opal
mit halbgeschlossenen Augen, schwankend neben meinem Bett stand und sich mit der Schnauze auf der Bettkante stützte. Er war todmüde, konnte sich kaum mehr auf den Beinen halten,
aber er hielt mir die Treue und liess mich nicht im Stich.
Am liebsten hätte ich ihn ist Bett genommen, aber dieses Privileg ist allerhöchstens seinem blinden- oder sehbehinderten Besitzer vorbehalten.
Opal ging Anfangs Dezember zum Schulleiter in die Ausbildung.
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