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Ein paar Gedanken zur Einleitung
Im Rahmen eines Besuches unserer Junghunde in der Blindenschule Zollikofen hatten viele Kinder die Möglichkeit mit einem Hund auf Tuchfühlung zu gehen.
Wer intakte Augen hat, wird nie die Auswirkungen, die das fehlende Sehvermögen nach sich zieht, in seiner gesamten Tragweite erkennen. Die Folgen gehen weit
über eine gewisse körperliche Eingeschränktheit, d. h. das blosse nicht mehr sehen können und sich nicht mehr ungehindert fortbewegen können hinaus.
Es kommt auch zu einem Verlust an Würde, Lebensfreude und zu einem Mangel an Kontakt mit der Umwelt. All dies kann beim Betroffenen Sinn und Zweck des Lebens
in Frage stellen, er erkrankt und erkennt oft keinen Zielpunkt mehr für die Zukunft. In diesen Fällen braucht er Trost und Hilfe seitens unserer Gesellschaft.
Trost und Hilfe können jedoch nur fruchtbar sein, wenn die Helfenden über die Bedürfnisse und Hilfsangebote Bescheid wissen.
Der VBM - Eine Familie stellt sich vor
Der VBM wurde 1986 gegründet und besteht Heute aus:
Vorstand
Unsere sechs Vorstandsmitglieder setzen sich aus Vertretern der welschen wie auch der deutschen Schweiz zusammen und arbeiten alle ehrenamtlich.
Administration
Im Januar 1994 konnten wir das heutige VBM-Sekretariat in Magden beziehen.
Dieses besteht aus: Sekretariat / Buchhaltung / Spendenverwaltung
Blindeführhundeausbilder
Zur zeit arbeiten sechs Blindenführhundeausbilder beim VBM.
Weltweiteverbindung
Der VBM ist Vollmitglied der IGDF (International Federation of Guide Dog Schools for the Blind). Der Standard der Aufnahmebedingungen ist sehr hoch. Jedes Jahr werden die Jahresberichte
und Rechnungen, die Zweckbestimmung der Schule und die Verwendung der Mittel überprüft. Alle 4 Jahre wird der gesamte Betrieb inspiziert. Bei einwandfreier Betriebsführung
wird die Mitgliedschaft um weitere vier Jahre verlängert.
Organigramm
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Keine eigene Zucht
Der VBM verzichtet bewusst auf eine eigene Zucht. Diese grosse Arbeit überlässt er ausgewählten und erfahrenen Züchtern. Damit ist er in der Rassenwahl flexibler und
kann somit besser auf die Wünsche der Blinden und Sehbehinderten eingehen. Ein weiterer Vorteil: die Probleme einer eigenen Zucht (vererbbare Krankheiten, Zuchtanlage, Zuchtwart usw.)
belasten den VBM nicht. Somit kann er sich vermehrt auf das Wesentliche konzentrieren.
Junghunde
Das Ausbildungskonzept des VBM sieht die erzieherische Früherfassung der ausgewählten Junghunde vor. Im Alter von 2 bis 3 Monaten werden sie von einem Junghundtrainer
übernommen. Die notwendigen Kenntnisse werden diesem von einem gelernten Blindenführhundeausbilder in monatlichen Treffen vermittelt. Weitere Informationen finden Sie
hier.
Auskünfte über die Aufnahme solcher Junghunde
erhalten sie beim VBM- Sekretariat.
Hunde in Ausbildung
Frühestens mit 12 Monaten übernimmt der Blindenführhundeausbilder den vom Junghundtrainer vorbereiteten Hund und integriert ihn in seine Familie. Dieser Familienanschluss hat gewaltige Vorteile.
Das Verhalten des Hundes kann rund um die Uhr beobachtet werden. Zum Beispiel: Der Hund verspürt nachts eine plötzliche Notdurft. Sein Winseln oder Lautgeben wird vom Ausbilder
gehört. Dieser und später auch der Sehbehinderte oder Blinde, kann ihn für sein Lautgeben loben und hinausführen. Was wäre wohl im Zwinger passiert? Zweifellos fühlt sich der Hund
glücklicher, wenn er mit Menschen zusammen leben darf.
Bevor der fertig ausgebildete Hund zur sehbehinderten oder blinden Person kommt, wird er von einem qualifizierten Experten des BSV (Bundesamt für Sozialversicherung) geprüft.
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