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Rechtzeitig alles regeln

Mit einem Testament schützen wir unseren Nachlass und bestimme verbindlich, wer in welchem Umfang oder mit welcher Summe begünstigt werden soll. Es gibt viele Vorteile, frühzeitig alles zu regeln.

Missverständnisse oder gar Erbstreitigkeiten können mit einem Testament vorgebeugt werden. Ein Testament bestimmt verbindlich, wer begünstigt werden soll. Die gesetzlichen Regelungen sind nur dann ausreichend, wenn Sie keine persönlichen Wünsche haben. Haben Sie zur Lebzeiten kein Testament erstellt, werden in diesem Fall nur die gesetzlichen Erben berücksichtigt.

Gibt es keine Erben – erbt der Staat Ihr Vermögen.

Innerhalb der gesetzlichen Vorschriften können Sie zum Beispiel Freunde, Bekannte oder eine auserwählte Organisation, die Ihre Anliegen verfolgen, über den Tod hinaus unterstützen. Zudem kann ein Willensvollstrecker Ihres Vertrauens eingesetzt werden, welcher die Erbschaft verwaltet und die Teilung der Erbschaft durchführt. Bei einer Erbschaft können Sie zum jetzigen Zeitpunkt sicherstellen, dass Ihr Ehegatte die Nutzniessung an der gesamten Erbschaft erhält. Über 1⁄4 des Nachlasses können Sie frei verfügen. Diesen Teil können Sie zusätzlich Ihrem Ehegatten oder aber Ihren Kindern oder Dritten vermachen.
Die einfachste Form Ihre Wünsche festzuhalten, ist das eigenhändige Testament. Diese Form muss zu seiner Gültigkeit von Anfang bis Ende handgeschrieben sein. Das Errichtungsdatum und die Unterschrift dürfen dabei nicht vergessen werden. Ein mit der Schreibmaschine oder auf einem PC verfasster letzter Wille kann jederzeit von den Erben angefochten werden – mit Erfolg. Stellen Sie sicher, dass das Testament keinerlei Zweifel offen lässt. Alle Erben und begünstigten Personen oder Institutionen sollen dabei vollständig mit Name, Vorname und Adresse angegeben werden.
Das öffentliche Testament wird unter Mitwirkung zweier Zeugen von einem Notar oder Gemeindeschreiber (auserwählte Urkundsperson) verfasst und anschliessend öffentlich beurkundet. Ein mündliches Testament (auch Nottestament genannt) ist grundsätzlich nur für Notfälle gedacht. Der letzte Wille kann an zwei Zeugen mündlich erklärt werden. Einer der Zeugen hat unter Angabe des Ortes und des vollständigen Errichtungsdatums den letzten Willen aufzuschreiben. Mit der Unterschrift beider Zeugen sollte das Schreiben bei einer Gerichtsbehörde eingereicht werden. Auch kann bei einem guten Gedächtnis der Inhalt mündlich zu Protokoll gegeben werden. Auch hierzu braucht es einen Zeugen – sonst ist das Testament anfechtbar.

Wurde das mündliche Testament am Sterbebett erklärt, wird es innert 14 Tagen ungültig, wenn sich der Erblasser nachträglich soweit erholt, dass ihm die Errichtung eigenhändig möglich wäre.

Wie ist das Vorgehen bei einem sehbehinderten oder blinden Menschen?
Bei einem blinden oder sehbehinderten Menschen wird der letzte Wille häufig mündlich mitgeteilt. Der Erblasser geht gemeinsam mit zwei Zeugen zum Notar. Die auserwählte Urkundsperson setzt dann die Urkunde auf und liest sie in Gegenwart der zwei Zeugen vor. Der Erblasser bestätigt anschliessend seinen Willen und die beiden Zeugen bestätigen wiederum mit ihrer Unterschrift das Testament.

Das Wichtigste in Kürze:

• In der Schweiz ist die Testierfähigkeit die Voraussetzung dafür, ein Testament erstellen zu können. Testierfähig ist jeder, der mindestens 18 Jahre alt und urteilsfähig ist.

• Bei der Testament-Erstellung sind bestimmte Formvorschriften einzuhalten. Werden diese nicht eingehalten, ist das Testament ungültig.

• Unterschieden wird zwischen dem eigenhändigen Testament, dem öffentlichen Testament und dem (mündlichen) Nottestament.

• Zum Testament erstellen ist nicht zwingend ein Notar oder Rechtsanwalt erforderlich. Ist es allerdings ratsam, auf professionelle Hilfe zurückzugreifen. So vermeiden Sie Formfehler, die schnell zu einem Erbstreit führen können.

• Der Testator hat jederzeit das Recht, sein Testament zu ändern oder zu widerrufen. Allerdings sind auch hier bestimmte Formvorschriften einzuhalten.

• Ein Erbvertrag oder Schenkungen sind Alternativen zum Testament. In manchen Fällen kann es steuerlich von Vorteil sein, statt eines Testaments das Erbe schon zu Lebzeiten durch Schenkungen zu verteilen. Diese Möglichkeiten zeigen wir Ihnen gerne in der nächsten Ausgabe auf.

• Zum Testament erstellen ist nicht zwingend ein Notar oder Rechtsanwalt erforderlich. Ist es allerdings ratsam, auf professionelle Hilfe zurückzugreifen. So vermeiden Sie Formfehler, die schnell zu einem Erbstreit führen können.

Unabhängig davon, ob Sie eine Organisation oder eine Person mit einem Vermächtnis oder durch Erbeinsetzung an ihrem Nachlass beteiligen möchten, muss die Begünstigung mittels Testament oder Erbvertrag erfolgen.

Möchten Sie die Blindenhundeschule Liestal in Ihrem Testament berücksichtigen? Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir würden uns sehr freuen und stehen Ihnen für alle Fragen und ein persönliches Treffen zur Verfügung.

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